Die Chinesische Rotbauchunke (Bombina orientalis) gehört zu den farbenprächtigsten Amphibien der Terraristik. Das Tropenparadies züchtet diese Art seit vielen Jahren selbst und kann dem Zoofachhandel neben der klassischen grün-roten Wildfärbung gelegentlich auch die blaue Zuchtform anbieten, eine Farbvariante ohne gelbe Pigmentanteile in der Rückenzeichnung.
Chinesische Rotbauchunke (Bombina orientalis)
- Eine der farbenprächtigsten Unkenarten, tagaktiv und daher ganztägig im Aquaterrarium zu beobachten
- Gesellige Art: Paar- oder Gruppenhaltung möglich, kaum Revierkämpfe unter Männchen
- Neben der grün-roten Wildfärbung gelegentlich auch als blaue Zuchtform erhältlich, bei der die gelben Pigmentanteile fehlen
Artvorstellung
Bombina orientalis stammt aus dem äußersten Südosten Sibiriens, Nordostchina und Korea, wo die Art Bäche, Tümpel und Gräben in feuchtwarmen Tieflandregionen besiedelt. Die Oberseite ist meist leuchtend grün mit unregelmäßigen schwarzen Tupfen gezeichnet, die Unterseite kräftig rot bis orange gefärbt, ebenfalls schwarz gefleckt. Die Musterung ist bei jedem Tier individuell. Mit einer Körperlänge von bis zu 6 cm zählt die Chinesische Rotbauchunke zu den mittleren Vertretern der Gattung Bombina.
Die Tiere sind tagaktiv und halten sich meist im oder direkt am Wasser auf, wodurch sie sich hervorragend beobachten lassen. Bei Bedrohung zeigen sie den für Unken typischen Abwehrreflex: Kopf und Hinterbeine werden nach oben gebogen, sodass die grellrote Warnfärbung der Unterseite sichtbar wird. In menschlicher Obhut können Chinesische Rotbauchunken 20 Jahre und älter werden.
Anders als die in Deutschland heimischen Unkenarten (Bombina bombina, Bombina variegata) unterliegt die Chinesische Rotbauchunke zwar dem besonderen Artenschutz nach Bundesartenschutzverordnung, ist jedoch nicht meldepflichtig.
Terrarium
Für ein Paar empfiehlt sich ein Aquaterrarium ab 60 × 30 × 30 cm (L×B×H), für eine Gruppe von 6 bis 8 Tieren sollte das Becken mindestens 80 × 40 × 40 cm messen. Die Chinesische Rotbauchunke ist gesellig und lässt sich problemlos paarweise oder in kleinen Gruppen halten. Ausgeprägte Revierkämpfe, wie sie bei vielen anderen Terrarientieren vorkommen, sind bei dieser Art nicht zu erwarten. Bei der Gruppenzusammenstellung empfiehlt sich ein höherer Weibchen- als Männchenanteil.
Das Becken gliedert sich in einen großzügigen Wasserteil und einen bepflanzten Landteil. Ein Filter für den flachen Wasserstand ist empfehlenswert, da die Tiere vergleichsweise viel Kot ins Wasser abgeben. Abgerundeter Kies als Bodengrund, robuste Bepflanzung, Wurzeln und Steine als Strukturelemente runden die Einrichtung ab.
Klima
Eine Tageslichtlampe genügt zur Beleuchtung, UV-B-Licht ist für diese Art nicht zwingend erforderlich. Ein beheizter Sonnenplatz ist nicht notwendig, Zimmertemperaturen von 20 bis 25 °C reichen aus. Der Wasserteil muss nicht zusätzlich beheizt werden. Die Beleuchtungsdauer sollte sich mit 10 bis 12 Stunden an der Aktivitätsphase der Tiere orientieren. Der Wasserstand darf zwischen 5 und 15 cm variieren, so können die Tiere selbst wählen, wo sie sich aufhalten.
Ernährung
Als Nahrung eignen sich verschiedene Lebendfuttertiere in passender Größe, etwa Heimchen, kleine Schaben, Fliegen und Würmer. Adulte Tiere müssen nicht täglich gefüttert werden, alle zwei bis drei Tage ist ausreichend. Eine regelmäßige, etwa wöchentliche Anreicherung des Futters mit einem Vitamin-Mineral-Präparat unterstützt die Gesundheit der Tiere. Präparate mit Canthaxanthin-Anteil fördern zudem die charakteristische Rotfärbung der Unterseite.
Fazit
Die Chinesische Rotbauchunke ist eine robuste, gesellige und farbenprächtige Art, die sich für den Einstieg in die Amphibienhaltung ebenso eignet wie als attraktive Ergänzung für erfahrene Halter. Das Tropenparadies bietet Nachzuchten aus eigener Zucht, regelmäßig auch die blaue Farbform. Die aktuelle Verfügbarkeit finden Sie in unserem Tierbestand.